Was mir beim Einlesen geholfen hat, war der Überblick zu Mini-Wasserkraftanlagen: Kosten & Finanzierung hier: https://www.umfis.de/mini-wasserkraftanlagen-kosten-finanzierung/. Dort wird ziemlich klar, dass die Investitionskosten stark vom Standort abhängen und grob je nach Ausführung und Leistung im Bereich von etwa 1.500 bis 8.000 € pro kW liegen können. Für mich war auch wichtig zu verstehen, dass nicht nur die Technik zählt, sondern dass Planung und Genehmigungen schnell einen spürbaren Anteil der Gesamtkosten ausmachen können.
Bei den laufenden Kosten habe ich mir vor allem Wartung und Instandhaltung notiert, weil diese langfristig entscheidend sind und grob mit rund 1–2 % der Investitionssumme pro Jahr kalkuliert werden. Ich würde außerdem nicht unterschätzen, dass Versicherungen, mögliche Pachtmodelle und der Aufwand für Betriebsführung (auch wenn viel automatisiert ist) in der Summe relevant werden. Wenn du die Finanzierung planst, würde ich persönlich versuchen, Förderungen und zinsgünstige Programme so früh wie möglich zu prüfen, weil das die Gesamtrechnung deutlich entspannen kann.
Am Ende hat bei mir die Erkenntnis den größten Unterschied gemacht, dass sich alles um die Standortanalyse dreht: Wenn Wassermenge und Gefälle nicht passen, rechnet sich selbst die beste Finanzierung nicht. Deshalb würde ich erst sauber die technischen und rechtlichen Eckdaten abklopfen und dann mit einer belastbaren Wirtschaftlichkeitsrechnung (Amortisation, Stromgestehungskosten, Reserven) entscheiden.
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Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, auf meinem Grundstück die Energie aus einem kleinen Bachlauf sinnvoll zu nutzen. Gleichzeitig will ich mir nichts vormachen: Ich habe Respekt vor den Kosten und vor allem vor dem ganzen Genehmigungs- und Planungsaufwand. Bevor ich mich da verrenne, möchte ich lieber erst echte Erfahrungen und Einschätzungen sammeln.
Frage:
Ich frage mich gerade ganz konkret, ob eine Mini-Wasserkraftanlage für mich finanziell überhaupt realistisch ist, oder ob man sich damit schnell übernimmt. Mit welchen Posten muss ich wirklich rechnen (Planung, Bau, Betrieb), und wie habt ihr das Thema Finanzierung angegangen, ohne dass es komplett aus dem Ruder läuft?